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Routeninfo Frankreich
Via Podiensis für Einsteiger
Französischer Jakobsweg von Conques nach Moissac
 
Impression
 
 
  Via Podiensis / Teilabschnitt: detaillierte Beschreibung
Impressionen
 
 
  3. Tag: Conques - Figeac
11 km/W + 35 km/R = 46 km
Wenn es langsam hell wird, finden sich in der Stille des Morgens die ersten Pilger ein, um mit den Fratres bei Kerzenschein die Morgengesänge anzustimmen. In dieser kontemplativen Viertelstunde nehmen Sie Abschied von einem unvergesslichen Ort und schöpfen Kraft für den vor Ihnen liegenden Weg.
An den idyllischen Ufern des Dourdou lässt es sich gut frühstücken, Eulen und Grillen sind verstummt, und nur die Vögel unterbrechen das Murmeln des nahen Wassers.
Die steilen Wege Ihres Anstiegs erinnern Sie an das Abwärtssteigen des Vortages, Conques' geschützte Lage fordert ihren Tribut.
Mit dem Erreichen der Anhöhe nehmen Sie die Räder, mit denen es sich bei herrlichen Rundblicken gut bergab fahren lässt. Die immer gleich aussehenden braunen Rinder auf den Weiden fallen hier besonders auf. Mehr als 400 Höhenmeter verteilen sich dann auf die Abfahrt über eine 10 km lange Departementstraße, die sich beschaulich bis hinunter in das Tal des Lot schlängelt. Weitab des Hauptverkehrs schlummern die unscheinbaren Weiler in ihrer Unberührtheit von der Zeit, ihre vermeintliche Bedeutungslosigkeit bewahrt die Ruhe.
Hinter Livinhac endet zunächst die Fahrradstrecke, der Weg wird zu Fuß fortgesetzt.
Ab Montredon folgt eine längere Radstrecke, an der sich schon bald die Gelegenheit für ein Mittagspicknick bietet. Bis Figeac wechseln die Höhen zwischen 200 und 350 Metern und machen die wellenförmige Landschaft zu einer Berg- und Talfahrt.
Das am Célé gelegene Städtchen Figeac erwartet Sie mit einer hübschen Altstadt, blumengeschmückten Gassen und typischen Plätzen. Hoch gehen die Blicke an den gotischen Fenstern mit ihren Spitzbögen zu den eigenartigen offenen Dachgeschossen. Fachwerk und Arkaden lassen ein mittelalterliches Flair entstehen. Durch die steile Rue St. Jacques steigt man zur Anhöhe und der auf ihr erbauten romanischen Kirche Notre-Dame-de-Puy, von wo aus man die schönsten Ausblicke über den Ort hat.
Im Hinterhof eines alten Gebäudes zeigt eine große Fläche aus grauem Basalt hübsche eingravierte Beispiele ägyptischer Hieroglyphen. Es ist die Vergrößerung des sog. Steines von Rosette, anhand dessen es dem hier geborenen François Champollion 1822 gelungen war, den Nachweis zu erbringen, dass es sich bei den rätselhaften Bildzeichen um eine Lautschrift handelt.

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