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Via Podiensis
Französischer Jakobsweg von Le Puy nach St. Jean
 
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  Via Podiensis: detaillierte Beschreibung
Impressionen
 
 
  10. Tag: Von Figeac nach Cabrerets
19 km/W + 39 km/R = 58 km
Alternativ-Angebot zwischendurch: 10 km Kanu
Der längsten Tagesetappe dieser Reise treten Sie erwartungsvoll entgegen. Vielleicht erahnen Sie bereits, dass die vor Ihnen liegenden 58 km später zu den schönsten der gesamten Reise gezählt werden können.
Das vertraute Auf und Ab beginnt mit einem Fußweg zu den umliegenden Höhen, von denen man reizvolle Rückblick auf Figeac hat. Wieder begleiten Sie die kleinen Weiler abseits allen Verkehrs, bis Sie nach zwei Stunden in Faycelles eintreffen.
Auf einem Bergrücken gelegen, öffnen sich von hier oben weite Blicke in die beiden Niederungen von Lot und Célé. Das Städtchen gefällt mit seinen alten hübsch herausgeputzten Häusern, errichtet in der typischen Bauweise dieser Region. Liebevoll schmücken ihre Besitzer sie mit allerlei Blütenpflanzen. Offenkundig befinden wir uns im wohlhabenden Einzugsbereich von Figeac. Täglich kommt ein alter umgebauter Lieferwagen und bietet seine Lebensmittel zum Verkauf. Alte Frauen sind dankbar dafür, auch ein betagter Schäferhund bekommt noch seinen Knochen, auf den er geduldig wartet. Der einzige Laden im Ort hat seine wenigen Regale größtenteils mit einem breiten Sortiment an Wasserflaschen gefüllt, ein Verbotsschild für das Betreten mit Rucksäcken spricht für sich.
Von hier aus bringt Sie Ihr Rad bequem nach Béduer. Hier teilt sich der Pilgerweg. Die südliche Variante verläuft über Cajarc, die nördliche, als GR 651 bezeichnet, am Célé entlang. Diese folgt der historischen Route und ist auch unser Weg. So geht es hinter Béduer hinunter ins Tal, durch fruchtbare Auen und später auf gut befahrbarer schmaler Straße entlang. Der Fluss hat im Laufe der Zeit einen tiefen Einschnitt in der Hochfläche verursacht, die steilen Wände an den Biegungen geben in ihren farbigen Strukturen interessante Aufschlüsse über die Zusammensetzung des Gesteins.
Zwischendurch weichen Sie auf Wege aus, die zwar anstrengender zu befahren sind, aber dem eigentlichen Charakter dieses Streckenabschnittes eher entsprechen. So führt der Pilgerweg dicht an das schattige Flussufer und zeigt uns in einem feuchten Tunnel aus Ästen und Zweigen seine einzigartige Schattenvegetation. Flechten, Moose, Efeu, Farne aller Art und riesige Exemplare duftenden Buchsbaums gestalten den Weg auf eine märchenhafte Weise. Man müsste diesen Abschnitt eigentlich im Nebel des Tagesanbruchs zurücklegen, mit ein wenig Sonnenlicht, Vogelstimmen und dem leisen Gurgeln des Flusses ?. Romantiker haben auch am Mittag noch ihre Freude an den verträumten Ortschaften, den blühenden Gärten und Wiesen. Bunte, hoch aufragende Felsen, in deren Aushöhlungen sich kleine Häuser und sogar winzige Burgen verstecken, lassen diese Strecke nie langweilig werden.
Zwischendurch wartet eine interessante Alternative auf Sie: Wer des Radelns müde ist und die Naturschönheiten des romantischen Flusses intensiver erleben möchte, der kann nach dem Picknick auf dem Camp bei Le Moulin Vieux in einem Kanu (allein oder zu zweit) ein Stück auf leichtem Flussgefälle abfahren. Diese 2-3 Stunden zu Wasser zählen sicher zu den eindrucksvollsten Erlebnissen dieser Reise. Obwohl man diese Strecke als problemlos und ungefährlich bezeichnen kann, sind Vorkenntnisse im Umgang mit der Paddeltechnik wünschenswert.
Je nach Kondition werden Sie früher oder später wieder Ihr Rad in Empfang nehmen und den Weg über das Fahrsträßchen fortsetzen.
Ab Sauliac steht es Ihnen frei, zu Fuß auf der oberhalb verlaufenden Hochfläche zum Zielort Cabrerets zu wandern, oder die kürzere und schnellere Strecke über den Asphalt zu nehmen. Zweifellos sind die zwei Stunden durch duftenden Buchsbaum und schattige Steineichenwälder bei anhaltender Bewegungsfreude von besonderem Reiz. Die Stille und das warme Abendlicht verleihen Ruhe, Muße und den Freiraum, seinen Gedanken über die großen und kleinen Erlebnisse der vergangenen Tage nachzugehen oder sich in Betrachtungen über den Tag hinaus zu verlieren.
Das Hotel des Grottes im kleinen Ort Cabrerets bietet Ihnen eine behagliche Unterkunft, noch einmal befindet es sich an den Ufern des Célé.
Wer nach dem Abendessen noch nicht müde ist, wird vielleicht ein Stück an der Uferstraße entlang spazieren und sich an den beleuchteten Felsen und Behausungen erfreuen.

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Tag 11
Von Cabrerets nach La Maîterie Rouge
Tag 12
Von La Maîterie Rouge nach Cahors
Tag 13
Von La Cahors nach Durfort
Tag 14
Von Durfort nach Moissac
Tag 15
Von Moissac nach Lectoure
Tag 16
Von Lectoure nach Larressingle
Tag 17
Von Larressingle nach Lanne-Soubiran
Tag 18
Von Lanne-Soubiran nach Arzacq-Arraziguet
Tag 19
Von Arzacq-Arraziguet nach Navarrenx
Tag 20
Von Navarrenx nach Larceveau
Tag 21
Von Larceveau nach St. Jean-Pied-de-Port




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