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Routeninfo Frankreich
Via Podiensis
Französischer Jakobsweg von Le Puy nach St. Jean
 
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  Via Podiensis: detaillierte Beschreibung
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  9. Tag: Von Conques nach Figeac
10 km/W + 36 km/R = 46 km
Wenn es langsam hell wird, finden sich in der Stille des Morgens die ersten Pilger ein, um mit den Fratres bei Kerzenschein die Morgengesänge anzustimmen. In dieser kontemplativen Viertelstunde nehmen Sie Abschied von einem unvergesslichen Ort und schöpfen Kraft für den vor Ihnen liegenden Weg.
An den idyllischen Ufern des Dourdou lässt es sich gut frühstücken, Eulen und Grillen sind verstummt, und nur die Vögel unterbrechen das Murmeln des nahen Wassers.
Die steilen Wege Ihres Anstiegs erinnern Sie an das Abwärtssteigen des Vortages, Conques' geschützte Lage fordert ihren Tribut.
Mit dem Erreichen der Anhöhe nehmen Sie die Räder, auf der es sich bei herrlichen Rundblicken gut fahren lässt. Die immer gleich aussehenden braunen Rinder auf den Weiden fallen hier besonders auf. Mehr als 400 Höhenmeter verteilen sich dann auf die Abfahrt über eine 10 km lange Departementstraße, die sich beschaulich bis hinunter in das Tal des Lot schlängelt. Weitab des Hauptverkehrs schlummern die unscheinbaren Weiler in ihrer Unberührtheit von der Zeit, ihre Bedeutungslosigkeit bewahrt die Ruhe.
Hinter Livinhac haben wir die Gelegenheit für ein Picknick am Ortsrand, von wo aus später der Weg in der natürlichen Schrittgeschwindigkeit fortgesetzt wird.
Ab Montredon folgt eine längere Radstrecke bis Figeac, wechselnde Höhen zwischen 200 und 350 Metern machen diese wellenförmige Landschaft für Sie zur Berg- und Talfahrt.
Das gefällige Städtchen Figeac erwartet Sie mit einem zentral und malerisch am Célé gelegenen Hotel.
Ein markierter Weg leitet den Besucher durch die autofreie Altstadt mit ihren engen blumengeschmückten Gassen und typischen Plätzen. Hoch gehen die Blicke an den gotischen Fenstern mit ihren Spitzbögen zu den eigenartigen offenen Dachgeschossen. Fachwerk und Arkaden lassen ein mittelalterliches Flair entstehen. Durch die steile Rue St. Jacques steigt man zur Anhöhe und der auf ihr erbauten romanischen Kirche Notre-Dame-de-Puy, von wo aus man die schönsten Ausblicke über den Ort hat.
Im Hinterhof eines alten Gebäudes zeigt eine große Fläche aus grauem Basalt hübsche eingravierte Beispiele ägyptischer Hieroglyphen. Es ist die Vergrößerung des sog. Steines von Rosette, anhand dessen es dem hier geborenen Francois Champollion 1822 gelungen war, den Nachweis zu erbringen, dass es sich bei den rätselhaften Bildzeichen um eine Lautschrift handelt.
In früheren Tourenbeschreibungen findet sich an dieser Stelle noch der Hinweis auf eine morgen stattfindende Exkursion nach Rocamadour. Dieser Umweg entfällt zugunsten der Reiseverlängerung bis St. Jean. Doch wurde in den vergangenen Jahren übereinstimmend festgestellt, dass die Erwartungen an diese Stätte höher waren als der tatsächliche Erlebniswert. Mitgenommen hatte man letztlich oft nur den Eindruck, da gewesen zu sein.

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Tag 10
Von Figeac nach Cabrerets
Tag 11
Von Cabrerets nach La Maîterie Rouge
Tag 12
Von La Maîterie Rouge nach Cahors
Tag 13
Von La Cahors nach Durfort
Tag 14
Von Durfort nach Moissac
Tag 15
Von Moissac nach Lectoure
Tag 16
Von Lectoure nach Larressingle
Tag 17
Von Larressingle nach Lanne-Soubiran
Tag 18
Von Lanne-Soubiran nach Arzacq-Arraziguet
Tag 19
Von Arzacq-Arraziguet nach Navarrenx
Tag 20
Von Navarrenx nach Larceveau
Tag 21
Von Larceveau nach St. Jean-Pied-de-Port




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