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Routeninfo Frankreich
Via Podiensis
Französischer Jakobsweg von Le Puy nach St. Jean
 
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  Via Podiensis: detaillierte Beschreibung
Impressionen
 
 
  4. Tag: Von Saugues nach St. Alban-sur-Limagnole
23 km/W + 9 km/R = 32 km
Wenngleich Start und Ziel an diesem Tag mit 930 Metern auf gleicher Höhe liegen, so gilt es, die Monts de la Margeride mit gut 1200 Metern zu überwinden.
Vielleicht haben Sie, wenn Sie im Frühling unterwegs sind, in den letzten Tagen unterwegs schon vereinzelt wilde Narzissen bewundern können. Wenn nicht, so ist die Morgenwanderung mit ihren landschaftlichen Reizen vortrefflich zum Bestaunen der duftenden Blütenteppiche in lila, gelb und weiß geeignet.
Durch Wiesen und Felder, Kiefernwälder und leuchtende Ginsterhecken, Auen mit klaren Bächen und strahlenden Farben führt Sie der GR 65 immer weiter hinauf. Mit etwas Wetterglück zeigt Ihnen dieses Wegstück einzigartige Naturschönheiten. Das Rauschen des Windes in den Föhren und häufig aufquellende Wolken an der Westflanke weisen auf das unberechenbare Klima dieser Strecke hin. So werden wir Ort und Zeitpunkt für die spätere Mittagsrast hiervon abhängig machen.
An den Resten der mittelalterlichen Burg von La Clause wechseln Sie auf Ihre Räder, die Sie rasch auf einem ruhigen Asphaltsträßchen nach Chanaleilles bringen. Die prächtige Glockenarkade der weithin sichtbaren Kirche wird sicherlich Ihr Interesse finden.
Wieder zu Fuß führt Sie der Pilgerweg durch einsame Waldstücke, und wenn es plötzlich im Unterholz knackt, so sind dies nur die braunen Kühe, die sich am beschatteten Gehölz und dem fruchtbaren Grün erfreuen. Auf großen Flusssteinen überquert man wilde Bäche und feuchte Wiesen. Am Rande dieser idyllischen Lage sollte es möglich sein, zu rasten und das Picknick einzunehmen.
Der Weg nach St. Alban ist noch weit, so grüßen wir später die Domaine du Sauvage nur aus der Ferne und bleiben auf dem Weg. Dieses abseits gelegene Hofgut wählen viele Pilgern gern als Übernachtungsstation. Es liegt in beschaulicher Einsamkeit und gefällt durch seine urige Atmosphäre, die gern mit Ferien auf dem Bauernhof verglichen wird.
In der klaren Höhenluft fällt der Blick endlos in die Richtung des weiteren Weges. Ab der Kapelle von St. Roche lässt es sich auf abfallenden Wegen nun gemütlich wandern und den Gedanken nachhängen.
Vielleicht trifft man unterwegs wieder auf bekannte Gesichter, freut sich über eine Abwechslung und aufmunternde Worte. Man kennt sich inzwischen schon von weitem, kann Nationalitäten und Besonderheiten einordnen. Neugierig auf den anderen stellt die Konversation nie Schwierigkeiten dar. Selbst ohne passende Fremdsprache kommen freundliche Gesten und Mitteilungen zum Austausch, hat man doch häufig die gleichen Probleme und Ziele vor Augen. Hierarchien und Statusdenken entfallen generell, als Pilger ist man gleich und nur mit dem Nötigsten ausgerüstet. Soziale und gesellschaftliche Zuordnungen erübrigen sich, Akzeptanz und Solidarität kennzeichnen die Begegnungen, versetzt mit einem besonderen Maß an Respekt, wenn es sich um einen Mitmenschen handelt, der von der Haustür aus unterwegs ist. Dies kommt immer häufiger vor, wobei verschiedene Länder eine besondere Tradition pflegen. Es gibt Laufgemeinschaften, die bis Santiago reichen und darüber hinaus, manche führen zu lebenslangen Freundschaften und Beziehungen. Andere enden bereits an der nächsten Ecke. Jedenfalls fühlt man sich auf den Wegen stets gut aufgehoben, gleich einem dahin treibenden Blatt im Bache, das, von schützenden Ufern bewacht, gemeinsam mit anderen in eine vorgegebene Richtung gleitet. Diese und ähnliche Allegorien kommen einem unterwegs leicht in den Sinn, wenn man sich dazu Gelegenheit gibt.
Nach ausgiebigem Wandergenuss werden bei Le Rouget die Räder für die letzte Strecke nach Saint-Alban genommen.
Das Städtchen wurde an einem Hang gebaut, so lässt es sich von jedem Punkt aus gut überblicken. Auffallend dabei ist, dass die grauen Natursteine und schwarzen Schieferdächer in ihren schwermütigen Farben ein ungewohntes Stadtbild abgeben.
Trotz der abweisenden Atmosphäre erfreut Sie möglicherweise später am Abend beim Blick aus dem Hotel die hinter dem Glockenturm der gegenüberliegenden Kirche untergehende Sonne mit einem stimmungs- und hoffnungsvollen Motiv.

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Tag 5
Von St. Alban-sur-Limagnole nach Montgros
Tag 6
Von Montgros nach Espalion
Tag 7
Von Espalion nach Espeyrac
Tag 8
Von Espeyrac nach Conques
Tag 9
Von Conques nach Figeac
Tag 10
Von Figeac nach Cabrerets
Tag 11
Von Cabrerets nach La Maîterie Rouge
Tag 12
Von La Maîterie Rouge nach Cahors
Tag 13
Von La Cahors nach Durfort
Tag 14
Von Durfort nach Moissac
Tag 15
Von Moissac nach Lectoure
Tag 16
Von Lectoure nach Larressingle
Tag 17
Von Larressingle nach Lanne-Soubiran
Tag 18
Von Lanne-Soubiran nach Arzacq-Arraziguet
Tag 19
Von Arzacq-Arraziguet nach Navarrenx
Tag 20
Von Navarrenx nach Larceveau
Tag 21
Von Larceveau nach St. Jean-Pied-de-Port




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