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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
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  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
Impressionen
 
 
  15. Tag: Aguapesada – Dumbria (207 m)
16 km/W + 37 km/R = 53 km

Mit 55 Kilometern ist die heutige Etappe die zweitlängste der Reise. Jedoch entfallen zwei Drittel davon auf angenehme Radstrecken. Auch ist es der Tag der vielen Wechsel zwischen Fuß- und Radwanderung.
Wir nehmen unsere Strecke von gestern wieder auf, nahe des Hügels von Carballo. Der steile Anstieg ist kurz. Lange Schattenpartien speichern hier noch die Morgenfrische und erleichtern die Mühe. An den Sendemasten vorbei erreicht man die sanft ansteigende Straße, auf der es weiter bis zur frischen Quelle Santa Maria und unserem Sammelpunkt geht.
Von der Anhöhe aus radeln Sie auf dem Nebensträßchen an mehreren kleinen Weilern vorbei bis zur malerischen Ortschaft A Ponte Maceira, die sich gut 100 Höhenmeter unterhalb befindet. Hier an der alten Brücke rauscht der Rio Tambre über natürliche Hindernisse, sprudelt an Wehren und verleitet manchen Angler, den Forellen bis zur Hüfte im Wasser nachzustellen. Eine beschauliche Stelle, an der es lohnt, zu verweilen.

Negreira
heißt der nächst größere Ort, wo der Tagesproviant ergänzt und ein zweiter Kaffee genommen werden kann. Hier endet zunächst die Radstrecke. Hügel und Senken fordern Sie noch über weite Strecken bis an die Küste heran, mit einem ruhigen Auslaufen in flache Landschaften ist vorerst nicht zu rechnen. Daher wird die Nähe des Meeres zunächst nur von feinen Nasen wahrgenommen oder an der typischen Wolkenbildung erkannt. Angenehme Hohl- und Waldwege führen über den kleinen Weiler Zas und bringen die gewohnte Abwechslung.

Vom nächsten Treff in der Nähe von San Martiño sind es mit den Rädern noch einmal 9 Kilometer auf der Landstraße CT-5603, die man gewöhnlich für sich alleine hat. In sanften Wellen fährt man an den Dörfern Feans und Vilaserio vorbei und zweigt dann ab in den Ort Cornado, von wo es für eine Stunde zu Fuß weiter geht.
Über eine Hochfläche zieht sich nun der Weg durch bunte Strecken von Ginster und Erika, wilde Müllplätze fallen als ungewohnt und störend auf. Abfallende Wege leiten den Wanderer hinab nach Maroñas, wo Viehherden die Gassen gelegentlich versperren und der Weg später zur Rutschpartie wird. Mehrere beisammen stehende Maisspeicher fallen im Ort auf, hier trifft man sich am Begleitfahrzeug.
Obwohl die Landschaft leicht ansteigt, ist es ratsam, hier auf die Räder zu wechseln, folgen doch die Markierungen im Wesentlichen dem Asphalt. Von Vilar de Castro aus belohnen die weiten Rückblicke auf durchfahrene Landstriche für die mühsamen Steigungen. Vorteilhaft erweisen sich die Räder beim Verlassen der Markierungen und Umfahren der oberhalb liegenden Anhöhe (560 m). So ist der kleine Umweg über das Seitensträßchen eine bequeme Angelegenheit.

Schon bald präsentieren sich die schönsten Aussichten auf den weitläufigen Embalse de Fervenza, der auf einer Höhe von 284 m reichlich Wassermassen speichert und das Land mit Elektrizität versorgt. Eine der beschaulichsten Pilgerstrecken führt nun über Lago und Corzón hinab nach Puente de Olveira, wo man den abfließenden Rio Xallas überquert. Kurz dahinter liegt der Ort Olveiroa, der mit seiner modernen Pilgerherberge eine wichtige Station auf dem Weg zum Atlantik geworden ist. Hier findet für uns auch der nächste Wechsel statt.

Landschaftlich sehr reizvoll entfernt sich der Pilgerweg in einem weiten Bogen durch seitliche Schluchten, nachdem er zunächst noch an den Hängen verweilte. Ein neu gebauter Fußgängersteg garantiert im Talgrund eine trockene Durchquerung auch bei größeren Wassermengen. Weitab der Straßen wird man sich an den Naturgeräuschen erfreuen, verwachsene und damit unübersichtliche Passagen sind hier unten nur von kurzer Dauer. Bald schon hat man diesen einsamen Abschnitt hinter sich und wird von den Zeichen auf das oberhalb verlaufende Landsträßchen CP-3404 geleitet.
Hier erwarten Sie das Begleitfahrzeug und Ihre Räder, mit denen Sie die restlichen 5 Kilometer bis nach Dumbria hinab radeln. Die dortige Casa Rural bietet Ihnen im kleinen Ort eine angenehme Bleibe.


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Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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