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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
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  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
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  13. Tag: Silleda – Santiago d.C. (260 m / 87.807 E)
15 km/W + 21 km/R = 36 km

Die topografischen Verhältnisse haben sich seit dem Vortag kaum verändert, gleich bleibend präsentiert sich die galicische Landschaft zunächst noch sanft hügelig und stets sehr beschaulich. Nur wenige Hügelketten trennen die beiden Pilgerwege noch voneinander, bis diese in Santiago zusammentreffen. Heute ist dort Ankunftstag, doch für Abschiedsstimmungen ist es noch zu früh, immerhin liegen noch vier weitere Etappen vor uns.

Durch Feldwege und lichte Mischwälder mit ihren vertrauten Düften ziehen sich die Kilometer immer weiter nach Nordwest, entlang den mit Natursteinen parzellierten Weiden, kleinen Maisfeldern und blühendem Ginsterbewuchs. Liebliche Aussichten lockern die Fahrt mit den Rädern immer wieder auf, bis diese im kleinen Dorf Dornelas endet. Bemoostes und verwittertes Granitgestein prägt die Eindrücke dieses kleinen Ortes mit seiner stattlichen Kirche, man bestaunt die archaischen Lebensverhältnisse und freut sich, wenn ein Kontakt mit den Bewohnern zustande kommt. Am Ende einer Reise werden viele Eindrücke zu einem Ganzen verschmelzen, bleibend sind die Momente, in denen es einem möglich war, Einblicke in den Alltag der Menschen zu bekommen, Augenblicke des Fühlens und Denkens mitzuerleben. Dabei sollten gegenseitige sprachliche Mängel einer freundlichen Bemerkung oder anerkennenden Geste nicht im Wege stehen. Auf der Suche nach solcherlei Begegnungen rastet man vielleicht am dörflichen Brunnen oder zeigt Interesse am frisch gefüllten Horreo.

Manchen begleiten die Gedanken über dieses kontrastierende Leben später noch beim meditativen Wandern, wozu die nachfolgende Strecke gute Möglichkeiten bietet. Wieder sind es die Farbspiele der Natur, die in den hellen Wäldern auf sich aufmerksam machen: Eukalyptus, der in seinen jungen Jahren noch bläulich schimmert, sattes Grün verschiedener Farne, kräftige Tönungen von Ginster und Erika, hoch aufragende Kiefern, und dazu vielleicht ein tief blauer Himmel. Freundlicher können sich Wanderpfade kaum präsentieren.

Für das leibliche Wohl wird eine kleine Bar mit Lädchen am Rande von Seixo sicher freudig begrüßt. Ein besonders schöner Rastplatz kommt ein paar Minuten später am Santuario de Gudián, in den Schluchten des nahen Rio Ulla. Dieser Fluss, der kurz vorher noch mit den Wassern des Rio Deza gespeist wurde, stellt das letzte natürliche Hindernis auf dem Weg nach Santiago dar. Tief hat er sich im Laufe der Zeit an dieser Engstelle eingeschnitten, so dass die steilen Abgänge und lästigen Aufstiege nicht zu vermeiden sind.
Weiterhin zu Fuß werden die breit angelegten Forstwege mit ihren ansteigenden und häufig schattenlosen Partien in der Mittagszeit vielleicht recht unangenehm in Erinnerung bleiben. Zum Trost: Es ist der letzte nennenswerte Anstieg, und mit dem Erreichen der Hochfläche bieten sich fantastische Ausblicke in die weitere Umgebung. An der kleinen Capella de Santiago aus dem 17. Jahrhundert wartet das Begleitfahrzeug mit dem Picknick auf Sie.


Am südlichen Rand dieser Hügelkette entlang wird der Pilger nahe an den Pico Sacro geführt, einen zugigen Hügel in 534 m Höhe. Nichts konnte leider die Verantwortlichen des Weges dazu bewegen, einen Pfad hinauf zu markieren. Die Nähe zu Santiago sowie der Wunsch, endlich anzukommen, hindern sicherlich auch Viele daran, diesen zusätzlichen Aufwand in Kauf zu nehmen. Ähnlich dem Monte Gozo lassen sich von hier aus bereits die Türme der Kathedrale erkennen. Bei klarem Wetter überschaut man die gesamte Tagesstrecke ab Silleda. Somit wird am verabredeten Ort das Begleitfahrzeug warten, um Sie die steilen 2 km hinauf und wieder hinab zu bringen.
Auf ruhigen Nebenstraßen führt Sie schließlich der Radweg bis 5 Kilometer an Santiago heran. An der kleinen Kirche Santa Lucía beenden wir diese Etappe und nehmen einen kurzen Transfer zum vielleicht bereits bekannten Quartier in Santiago in Anspruch.


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Tag 14
Von Santiago nach Aguapesada
Tag 15
Von Aguapesada nach Dumbria
Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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