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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
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  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
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  12. Tag: Kloster Oseira – Silleda (493 m / 10.021 E)
18 km/W + 23 km/R = 41 km

Streckenfindung und Prüfung der heutigen Etappe wurden im Vorfeld jeder Reise über Jahre auf harte Proben gestellt. Der entstandene Mix aus Wandern und Radfahren bietet in seiner jetzigen Fassung sowohl das Umgehen von Großbaustellen, als auch die Möglichkeit, auf ruhigen Nebenstrecken die Räder zum Einsatz zu bringen. Dies ist in galicischen Gegenden erfahrungsgemäß nicht immer leicht. Erschwerend kommt hinzu, dass das Netz der Pfade und Wege oft eng und unübersichtlich und stets mit überraschenden natürlichen Hindernissen und Attraktionen gespickt ist, was eine einfache und praktikable Beschreibung fast unmöglich macht.
Vom ansteigenden Pilgerweg aus bietet sich die letzte Möglichkeit, einen Blick zurück auf die Klosteranlage zu werfen, bevor man zu Fuß dem Sträßchen folgt, das über die kleine Anhöhe führt. Die liebliche Landschaft lässt es zu, sich noch einmal mit den Erlebnissen der vergangenen Tage zu beschäftigen.
Die erste Stunde auf dem Weg ist die Zeit des unbeschwerten Gehens und Schauens. Vom Hügel aus bekommen wir einen guten Überblick über das Gebiet, welches nun vor uns liegt. Wie vielfältig und belebend wirkt das feingliedrige Land, welch krasser Gegensatz zu den monotonen Weiten zu Beginn der Reise! Manchmal werden die Landschaften Galiciens abfällig mit heimischen Gegenden verglichen, was oberflächlich gesehen und hinsichtlich ihres wenig abenteuerlichen Charakters zutreffen mag. Dennoch sind es besondere Reize, die immer wieder auf uns wirken, jedoch nicht leicht zu definieren sind.


Über solcherlei Gedanken hat man das nächste Seitental erreicht, von wo es nun per Rad weitergeht. In einem Bogen entfernen wir uns zunächst vom Pilgerweg und bleiben auf stillen Seitenstraßen, vorbei an Bauernhöfen und ländlichem Leben. Wenn uns dann später die Zeichen zur Hauptstraße leiten wollen, freuen wir uns, die Räder bei uns zu haben, mit denen wir ausweichen und in einem weiteren Bogen ein besonders liebliches Wegstück durchfahren können. Wir genießen die frischen Farben der Auen und Wälder, denen sich hier vereinzelte Birken beimischen. Die romanische Kirche San Pedro de Dozon aus dem 12. Jahrhundert hat mit Sicherheit kein Pilger mehr gesehen, seitdem der Weg markiert und vorgegeben wurde, und es verwundert doch zunächst, dass solche Sehenswürdigkeiten auch abseits der Pilgerstrecke anzutreffen sind.
So erreichen wir den kleinen Ort Castro in einer Höhe von 740 Metern. Dort wechseln wir für 4 km auf den guten Belag der kaum mehr befahrenen N 525.
Später stellt das Tal des Rio Deza ein natürliches Hindernis für die Radfahrer dar, die steilen Zugangswege zum Weiler Pontanoufe lassen sich nur erwandern. Oben in Xesta trifft man sich schon bald wieder an der örtlichen Dorfkirche zum Picknick.
Gemütlich zu befahren sind die folgenden 7 km mit den Rädern, sie führen über eine Ebene durch kleine Ansiedlungen und angenehme Kiefernwälder. Reizvoll die Felder mit dem typisch hochwüchsigen Kohl, gewohnten Horreos, Viehtränken, Obstgärten und sprudelnden Quellen. Leider endet die schöne Radstrecke schon bald hinter Donsion-Eirexa, einem kleinen Ort mit alter Kirche und sehenswertem Crucero (Steinkreuz), so dass letztmalig an diesem Tage noch einmal für 2 Stunden gewandert werden kann.
Man gelangt an die alte Nationalstraße, der man wechselseitig folgt. Später führt uns auf uralten Wegen der Pilgerpfad noch einmal hinab in die Schluchten des Rio Deza, den wir diesmal auf einer mit Farnen und Moosen bewachsenen Steinbrücke aus dem Jahr 912 überqueren. Helle Flechten an den säumenden Bäumen und das Weiß des alten Gesteins bilden einen schönen Kontrast zum üppigen Grün. Das Rauschen in der Tiefe und das Lärmen der Vögel verleiten sicher zu einem Aufenthalt, bei dem man versucht ist, sich in die Zeiten vor gut 1000 Jahren zurück zu versetzen, als dieser Übergang noch der einzig mögliche war. Jenseits der schnelleren Verkehrswege wird er inzwischen nur noch von den Pilgern wahrgenommen oder von manchem Angler aufgesucht.
Oben an einer Parkschleife der N 525 steht die schöne Kirche Santiago de Taboada mit einem Steinkreuz sowie einem erfrischenden Brunnen. Hier endet an diesem Tag der Wanderweg, das Begleitfahrzeug bringt uns in einem kurzen Transfer über Silleda ins Quartier.


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Tag 13
Von Silleda nach Santiago de Compostela
Tag 14
Von Santiago nach Aguapesada
Tag 15
Von Aguapesada nach Dumbria
Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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