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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
ImpressionImpressionImpression
 
 
  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
Impressionen
 
 
  10. Tag: Milagros – Ourense (125 m / 107.054 E)
8 km/W + 30 km/R = 38 km

Von Los Milagros führen abkürzende Wege weiter westlich zu unserer Via de la Plata, die wir jedoch ignorieren, schließlich wollen wir heute unseren Pilgerweg dort fortsetzen, wo er gestern verlassen wurde.
Eulengeschrei und andere Nachtgeräusche sind verklungen, wenn wir mit den Rädern die Ausläufer des Berglandes verlassen, welches uns in den vergangenen Tagen begleitet und beschäftigt hat.
Eine ungewohnte Weite tut sich hinter Vilar de Barrios auf, in der Karte wird diese Schwemmlandebene als Lago bezeichnet. Sicherlich ist dies ein Hinweis darauf, dass dieser Landstrich einstmals ein See war und die Gegend hier bis an die Berge heran unter Wasser stand. In geometrischem Muster kreuzen Feldwege und Bewässerungskanäle das Land, das landwirtschaftlich intensiv genutzt wird. Die Pilgerwege durchlaufen nur die nördlichen Teile des sich weit nach Süden hin erstreckenden Gebietes, und nach zügiger Fahrt mit den Rädern muss man bald die Ebene wieder verlassen.
Zu Fuß werden wir die auslaufenden Hügellandschaften durchqueren, deren Profile sich bis Ourense, dem heutigen Tagesziel, deutlich abflachen. Der Wegverlauf folgt wechselseitig dem Sträßchen nach Xunqueira de Ambía. Zwischendurch passiert man verstreute Höfe, verschiedenste Horreos (Maisspeicher), Brunnenanlagen, kleine Wälder und Hohlwege, mit Brombeeren berankte Natursteinmäuerchen, hin und wieder auch tückische Verlaufstellen.

Wenn der Hunger sich meldet, sollte das kleine Städtchen Xunqueira erreicht sein, eine übersichtliche Infrastruktur bietet für die Rast verschiedenste Gelegenheiten.
Noch führt über den Rio Arnoya, der den Landstrich deutlich teilt, eine alte schmale Brücke, der wir folgen. Nach wenigen Kilometern haben sich die topografischen Verhältnisse so weit beruhigt, dass wir ab A Pousa wieder zu den Rädern greifen können, die uns über ein Nebensträßchen bis nah an die Stadt Ourense bringen. Landschaftsveränderungen und Auswirkungen von Städten auf ihr Umland lassen sich vom Rad aus wieder einmal gut beobachten.


Ourense
, mit rund 100.000 Einwohnern nach Salamanca die zweitgrößte Stadt auf unserer Reise, steht nach wie vor im Schatten von Santiago de Compostela und wird häufig mit ihr verglichen. Ourense missfällt zunächst durch die üblichen Neubaugebiete, verfügt aber im Stadtkern über ein kleines, sehr ansehnliches Altstadtviertel mit Grünanlagen, über eine interessante Plaza Mayor mit säumenden Arkaden, stille Plätze, heiße Quellen, eine römische Brücke über den Miño und natürlich über eine romanische Kathedrale. Etwas versteckt und durch umliegende Bauten in die Enge getrieben kommt sie optisch leider nur schwer zur Geltung. Am Pilgerweg gelegen und nur noch 100 km von Santiago entfernt (was als Wander-Mindestmaß für den Erhalt einer Compostela festgelegt wurde), ist ein Stempel dieses Ortes im Pilgerpass geradezu ein Muss. Im Kreis der wenigen Pilger und der örtlichen Bevölkerung ist eine besuchte Messe sicher sehr beeindruckend und möglicherweise ebenso intensiv wie im benachbarten Santiago.

Der Aufenthalt in einer größeren Stadt muss nicht zwangsläufig zu einem Ruhetag führen. Um Sie aber in der Kürze der verbleibenden Zeit nah an den eigentlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu wissen, fiel die Wahl des Quartiers auf ein kleines, zentral gelegenes Hotel am Rande der Altstadt, was Ihnen die Besichtigungen auf kurzen Wegen ermöglicht.
Dennoch sollten Sie berücksichtigen, dass es Samstag ist und ein Großteil der Geschäfte ab 14 Uhr geschlossen hat.
 

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Tag 11
Von Ourense zum Kloster Oseira
Tag 12
Vom Kloster Oseira nach Silleda
Tag 13
Von Silleda nach Santiago de Compostela
Tag 14
Von Santiago nach Aguapesada
Tag 15
Von Aguapesada nach Dumbria
Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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