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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
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  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
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  9. Tag: Laza – Los Milagros (604 m)
12 km/W + 7 km/R = 19 km

Nie zuvor waren wir auf dieser Reise in derart niedrigen Höhen unterwegs, höhere Tagestemperaturen und eine andersartige Vegetation belegen dies. Auf den wenigen verbleibenden Kilometern durch das Tal überrascht uns eine heimisch anmutende Flora. Viele Obst- und Gemüsegärten zieren die Siedlungen, die sich am Sträßchen entlang erstrecken. Bevor das Ende der Senke erreicht ist und man erneut in die umliegenden Höhen aufsteigt, verladen wir die Räder. Durch das vergleichsweise adrett wirkende Dorf Tamicelas mit seinen blühenden Winkeln führt uns der Pilgerweg rasch in die nur noch spärlich mit Stechginster und Heidekraut bewachsenen Hügelketten und ihre Brandschneisen. Bei immer weiteren Rücksichten in das hinter uns liegende Land kommt man schließlich zur Anhöhe von Alberguería. Das in 900 m Höhe gelegene Dorf präsentiert sich wieder sehr galicisch. Ein besonders sehenswertes Muschel-Café macht hier auf sich aufmerksam. Am Holzkreuz später hat man die Höhe von Talariño (985 m) erlangt, von wo die Blicke weit in die Ebene nach Westen bis hin zum nächsten Ort Vilar de Barrios gehen.
Hier oben entspringt auch der Rio Támega, der auf seinen ersten Kilometern den Pilgern bis Laza entgegen fließt und sich dann über lange Strecken durch Portugal windet. Alleine schafft er es nicht, den Atlantik zu erreichen, so vereint er sich wenig östlich von Porto mit dem Duero, der uns noch von Zamora her bekannt ist.
Weiter zu Fuß kreuzt und quert man mehrmals zwei abwärts führende Straßen hinunter nach Vilar de Barrios. Durch starkes Gefälle auf den Pfaden und Wegen kommt man recht zügig und sicher rechtzeitig zur Mittagsmahlzeit in das am Rande einer Zwischenebene gelegene und gut versorgte Städtchen mit 4.000 Einwohnern. Bis zum Übernachtungsquartier im Santuario de los Milagros, einem Heiligtum mit angeschlossenem Hotel, sind es nur 10 Kilometer. Es liegt etwas versteckt abseits des Pilgerweges und ist nur über das Nebensträßchen zu erreichen. So steht es Ihnen frei, sich für einen Transfer im Begleitfahrzeug oder für eine Zugabe mit dem Rad zu entscheiden. In jedem Falle ist es den Umweg wert, die Klosteranlage am Rande der jetzt im Osten liegenden Berge von Mamede strahlt durch ihre abseitige Lage so etwas wie Verschlafenheit aus. Lediglich an den Wochenenden treibt es die Einwohner des Umlandes hier in die Frische der von altem Waldbestand umgebenen Anlage oder weiter zu Ausflügen in die nahen Berge.
Ruhe und Entspannung können an den einzelnen Quartieren, selbst wenn sie noch so sorgfältig ausgesucht worden sind, durch unvorhergesehene Aktionen und Festlichkeiten nicht immer garantiert werden. Doch sollte die Suche nach Stille für uns, als Gäste dieses Landes mit seinen eigenen soziokulturellen Gewohnheiten, auch nicht grundsätzlich zum Richtmaß des Wohlbefindens erhoben werden. So ist für einen Spanier ein still verbrachtes Wochenende in der Natur eher ungewohnt und befremdend, für manchen gar enttäuschend und langweilig. Folglich sieht man ihn häufig in Gesellschaft und selten leise. Und wem es einmal gelingt, zufällig in eine Fiesta zu geraten, wird selbst als Zaungast nicht unbeteiligt bleiben. Er wird sich freuen, interessante Einblicke in andere Arten von Feiern und Festlichkeiten bekommen zu können.
 

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Tag 10
Von Los Milagros nach Ourense
Tag 11
Von Ourense zum Kloster Oseira
Tag 12
Vom Kloster Oseira nach Silleda
Tag 13
Von Silleda nach Santiago de Compostela
Tag 14
Von Santiago nach Aguapesada
Tag 15
Von Aguapesada nach Dumbria
Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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