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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
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  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
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  6. Tag: Mombuey – Puebla d.S. (960 m / 1668 E)
15 km/W + 11 km/R = 26 km

Eingebettet zwischen den Bergketten verläuft das Valle de Sanabria, eine sanft geneigte Ebene, entstanden aus abfließenden Gewässern, die sich noch heute in großen Mengen im Rio Tera vereinen. Dieser Fluss, bereits auf der Höhe von Rionegro aufgestaut, füllt inzwischen als gewaltiger Stausee einen Teil des Talgrundes und wird als solcher auf der heutigen Strecke häufig zu sehen sein.
An der romanischen Kirche entlang verlässt der Pilgerweg Mombuey. Die breit angelegten Wald- und Feldwege sind in ihrer Beschaffenheit gut geeignet, um sie mit dem Rad zurückzulegen. So schwenkt man recht bald von den Hauptverkehrswegen in eine ländlich ruhige Gegend mit dicht aufeinander folgenden Ansiedlungen, deren Namen man schnell wieder vergisst. Oftmals sind es die Beobachtungen, Ereignisse oder unerwarteten Begegnungen mit den Menschen vor Ort, die einem in Erinnerung bleiben. So ist es wichtig, mit einem gesunden Maß an Neugierde an sie heran zu treten, sich zu öffnen und zu verweilen. Neben Einsichten in das spärliche Leben sind es gelegentlich die Bilder der archaischen Baustrukturen, friedlich anmutender Ensembles kleiner unverfälscht erhaltener Gehöfte, auf denen der Blick ruht und sich erfreut. Im Sog des Vorankommens fällt es schwer, das Rad zur Seite zu stellen, um durch die Gassen und Randbezirke zu streifen und Eindrücke zu sammeln. Lohnend aber für denjenigen, der es trotzdem schafft.

Spätestens beim Treff in San Salvador sollten Sie die Gelegenheit zu einem Streifzug nutzen, sei es, um auf dem Kirchturm den Klang der alten Glocken vorsichtig zu überprüfen, von oben über den nahen Stausee zu blicken oder sich in den alten Gassen umzusehen.
Die Gegenwart holt Sie spätestens beim Überqueren der Schnellstraße wieder ein. Die Kirche am Ortsrand von Asturianos bietet einen passenden Rastplatz, hier beim Picknick lassen sich die gesammelten Eindrücke gemütlich besprechen.
Die Strecke entfernt sich nun etwas aus der Ebene, hügeliger und bewaldeter zeigt sich die Landschaft, die Wege werden weicher, teilweise aber auch schwieriger zu begehen. Vor allem nach Regenfällen stehen sie teilweise unter Wasser. Viehtrieb und landwirtschaftliche Fahrzeuge versetzen sie mitunter in einen Zustand, der festes Schuhwerk anrät. Erinnerungen an den Camino und seine manchmal übertrieben wirkende Infrastruktur werden wach, doch kann man sagen, dass eine Ladung Kies auch hier gelegentlich angebracht wäre.
Alte Pfade und Dorfverbindungswege mit verwachsenen Brücken und Stegen führen durch ruhige Eichenwälder zu weiteren Siedlungen. Das Suchen der Markierungen verlangt vor allem auch das Beobachten und Mitdenken über die landschaftlichen Verhältnisse, denn hin und wieder fehlen die Zeichen oder sind überwachsen. Auf den tadellosen Wegen des Camino francés sieht man manchmal den Wald vor lauter Zeichen nicht, was heißen soll, dass unterwegs der Blick eigentlich nur noch auf die Verfolgung der gelben Punkte gerichtet wird.

Hinter Remesal und nach Überqueren der Schnellstraße werden wir möglicherweise einem neu gekennzeichneten Weg nach Otero de Sanabria folgen. Die Verantwortlichen der Streckenführung ändern hin und wieder ihre Ansichten und Markierungen. In Otero nehmen Sie das Begleitfahrzeug, das Sie auf kurzem Transfer nach Publa de Sanabria bringen wird.
 

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Tag 7
Von Puebla de Sanabria nach A Gudiña
Tag 8
Von A Gudiña nach Laza
Tag 9
Von Laza nach Los Milagros
Tag 10
Von Los Milagros nach Ourense
Tag 11
Von Ourense zum Kloster Oseira
Tag 12
Vom Kloster Oseira nach Silleda
Tag 13
Von Silleda nach Santiago de Compostela
Tag 14
Von Santiago nach Aguapesada
Tag 15
Von Aguapesada nach Dumbria
Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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