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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
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  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
Impressionen
 
 
  5. Tag: Camarzana d. T. – Mombuey (894 m / 528 E)
14 km/W + 18 km/R = 32 km

Die weiter nördlich verlaufende Autovia entlastet den kleinen Ort vom Fernverkehr. Dennoch freut man sich, wenn es am Morgen wieder in die stillen Niederungen des Rio Tera geht. Wanderer werden sich gerne von lärmenden Vögeln in den bewaldeten Uferzonen begleiten lassen, Radler können die Strecke nach Olleros rasch auf dem Asphaltsträßchen zurücklegen. Interessanter ist freilich der Pilgerweg, der ab Calzadilla an einem kleinen Kanal und verschiedenartigen Bodegas entlang führt. In Olleros trifft der Pilgerweg wieder auf die Straße. Hier kann man sich erneut über die weitere Art der Fortbewegung entscheiden.
Mühsam werden die Weinfelder hier teilweise noch mit vorgespannten Ackergäulen gepflügt. Der fruchtbare Boden des sedimentreichen Flusstales ist auffallend steinig, die großen rund geschliffenen Kiesel nutzt man, um die Böden vor Erosion und nächtlicher Auskühlung zu schützen.
Noch vor wenigen Jahren führte der Pilgerweg hier über verwegene Trampelpfade, die durch den Bau des Staudamms entstanden waren. Inzwischen gibt es hier keine abenteuerlichen Unklarheiten mehr, für uns stehen sowohl einwandfreie Wanderwege als auch ein beschaulicher Radweg zur Verfügung. Geblieben sind die Eindrücke eines weitgehend unberührten Abschnitts, einer üppigen und wilden Vegetation mit Ginster, langen Flechten, Moosen und geheimnisvollen Stimmen der Natur.

Später trifft man sich oben an den Ufern des Stausees zum Picknick, die Ausblicke über das Wasser und die unverbauten Landschaften gehören sicher zu den eindrucksvollsten Erlebnissen.
Nochmals liegen die harzigen Düfte in der Luft und begleiten die Panoramen auf dem Weg in das nahe Dorf Villar de Farfón. Oben auf dem Glockenturm des Kirchleins geht der Blick übers Land und auf das in der Sonne rot und golden glänzende Mauergestein. Die beiden Glocken aus den Jahren 1822 und 1904 versehen noch heute ihren Dienst zu besonderen Gelegenheiten. Der verschlafene Weiler erweckt den Eindruck, als wäre die Zeit stehen geblieben. Gewachsene Strukturen bleiben erhalten und das Flair der Zeitlosigkeit überträgt eine wohltuende Ruhe. Beobachter mit Sinn für Bau- und Naturästhetik finden hier reizvolle Motive der besonderen Schlichtheit. Menschen in den Gassen freuen sich über die Wanderer, die gelegentlich vorbeikommen, und oft ist es die einzige Abwechslung in ihrem gleichförmigen Tagesgeschehen.
Weitab aller Straßen führt der geruhsame Pilgerweg später über eine Anhöhe mit neuen Vegetationsformen. So gesellen sich jetzt die auffallenden Farben der Erikagewächse hinzu und begleiten den Wanderer bis in die Tallagen vor Rionegro. Im Ort trifft man sich am Rathausplatz, um die letzte Strecke bis Mombuey mit den Rädern zu nehmen.
Der schnellste Weg führt über die kaum mehr benutzte Nationalstraße, doch bietet der parallel führende Pilgerweg bei trockenem Wetter die reizvollere Alternative. Unmerklich ansteigend befindet man sich in Mombuey später auf knapp 900 Höhenmetern.
Wuchtig schieben sich im Westen die Massive des ersten Bergriegels ins Blickfeld. Der Übergang nach Galicien wird jedoch erst übermorgen stattfinden.
Der Ort selber bietet eine kleinstädtische Versorgungslage mit den nötigsten Geschäften sowie die romanische Kirche Iglesia de la Asunción (13.-17. Jahrh.).
 

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Tag 6
Von Mombuey nach Puebla de Sanabria
Tag 7
Von Puebla de Sanabria nach A Gudiña
Tag 8
Von A Gudiña nach Laza
Tag 9
Von Laza nach Los Milagros
Tag 10
Von Los Milagros nach Ourense
Tag 11
Von Ourense zum Kloster Oseira
Tag 12
Vom Kloster Oseira nach Silleda
Tag 13
Von Silleda nach Santiago de Compostela
Tag 14
Von Santiago nach Aguapesada
Tag 15
Von Aguapesada nach Dumbria
Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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