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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
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  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
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  3. Tag: Zamora – Granja de Moreruela (708 m)
14 km/W + 21 km/R = 35 km

Zamora
bietet verschiedene Sehenswürdigkeiten und ist auf unserer Strecke für längere Zeit die letzte größere Stadt. Deswegen wird es Ihnen gefallen, dass wir die Abfahrt in den späten Vormittag verlegen.

Nach kurzem Transfer beginnt die zweite Etappe in Roales de Pan. Schon der Ortsname gibt Auskunft über die zu erwartende Landschaft. So zieht sich der rotbraune Feldweg durch endlose Getreidefelder. Wir befinden uns am Rande der Meseta, Erinnerungen an lange Durchquerungen auf der nördlichen Strecke werden wach. Weder Baum noch Strauch markieren den Weg, die Natur gliedert sich nur durch das Netz der Feldwege. Ein Wasserturm und die Kirche des fernen Dorfes dienen als Orientierungspunkt.
So kommt man durch die Ebene ohne nennenswerte Mühen gut voran und erreicht den am Stausee liegenden Ort Montamarta. Hier werden wir unser Picknick einnehmen. Bei Niedrigwasser gelangt man auf direktem Weg zur hoch gelegenen Ermita de la Virgen del Castillo aus dem 16. Jahrhundert. An ihr vorbei führt der Pilgerweg später über einen bewaldeten Höhenzug und zu einem weiteren Seitenarm des Embalse del Esla de Ricobayo.
Hier sind bereits die Ruinen von Castrotorafe in der Ferne zu sehen. Je nach Wasserstand ergeben sich mehr oder weniger Umwege, um an die ehemalige Ordensburg der Santiagoritter zu gelangen. Die riesige Anlage wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, doch zeigen sich heute nur noch die Reste dieser Festung an den Ufern des Esla. So lohnt es, die weitläufige Anlage zu durchschreiten und die erhalten gebliebenen Mauern am nahen Uferbereich aufzusuchen. Unförmig aufgesetztes Gestein, mit Flechten versetzt und über die Jahrhunderte rund geschliffen geben diesem Ort eine besondere Ausstrahlung.

Wieder auf den Rädern suchen wir die direkte Verbindung nach Granja. Die kleinen Ortschaften Fontanillas und Riego an der N 630, die der Pilgerweg für die Verpflegung der Wanderer anläuft, umfahren wir, schließlich wollen wir noch zum etwas abseits des Weges gelegenen Monasterio de Moreruela.
An Pappelkulturen entlang, die das nahe Gewässer anzeigen, führt uns ein schmales Asphaltsträßchen zu den beachtlichen Resten des Zisterzienserklosters, von dem es heißt, es sei das älteste Spaniens. Erste Angaben nennen das 9. Jahrhundert. Die noch heute erkennbare Anlage geht auf das Jahr 1131 zurück, zeitgleich also mit der Entstehung der Burg von Castrotorafe. Es ist heute kaum vorstellbar, in welcher Blüte sich Land und Leute in der damaligen Zeit präsentiert haben müssen. So sind der Rest des Kreuzganges und vor allem die dreischiffige Kirche als teilweise offen stehende Ruine manch interessante Betrachtung wert.

Das Begleitfahrzeug bringt Sie anschließend nach Granja in Ihr Quartier.
Granja de Moreruela
, vom Namen her die dem Kloster zugehörige Farm, stellt ein typisches Dorf für diese Gegend dar: wahllos und ungeordnet stehen teilweise unfertig wirkende Häuser, denen – sofern verputzt - die Farbe für den Anstrich fehlt. Alte Scheunen aus verwitterten Lehmziegeln stehen vornehm wirkenden Gebäuden in modernem Ziegelbau gegenüber. Allgegenwärtig und üblich sind die massiven Hoftore, das graue Blech wirkt meist recht abweisend.
Dennoch hat es dieser Ort zu einer gewissen Bekanntheit gebracht. Denn hier trennen sich die Pilgerwege: Der eine nach Westen, als galicische Variante bezeichnet, der andere weiter nach Norden, dem alten Handelsweg folgend. Eine kleine Gedenktafel an der Kirche macht darauf aufmerksam. In nur vier Tagesetappen wäre man in Astorga und somit auf dem Camino francés.

Wir werden morgen unseren Kurs ändern und uns auf die Suche nach den weniger bekannten Wegen machen.


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Tag 4
Von Granja d. M. nach Camarzana de Tera
Tag 5
Von Camarzana d. T. nach Mombuey
Tag 6
Von Mombuey nach Puebla de Sanabria
Tag 7
Von Puebla de Sanabria nach A Gudiña
Tag 8
Von A Gudiña nach Laza
Tag 9
Von Laza nach Los Milagros
Tag 10
Von Los Milagros nach Ourense
Tag 11
Von Ourense zum Kloster Oseira
Tag 12
Vom Kloster Oseira nach Silleda
Tag 13
Von Silleda nach Santiago de Compostela
Tag 14
Von Santiago nach Aguapesada
Tag 15
Von Aguapesada nach Dumbria
Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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