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Via de la Plata
Spanischer Jakobsweg von Salamanca nach Santiago u. Finisterre
 
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  Via de la Plata II: Zeitablauf / detaillierte Beschreibung
Impressionen
 
 
  2. Tag: Salamanca (808 m / 167.000 E) – Zamora (654 m / 66.000 E)
7 km/W + 55 km/R = 62 km

Die zweite Hälfte der Via de la Plata, die ihren Anfang im südlichen Sevilla hatte, beginnt für uns mit einem kurzen Transfer aus Salamanca heraus, womit Ihnen die langen Kilometer entlang der N 630 mit ihren unansehnlichen Fabriken und Werkstätten erspart bleiben.
Sicher wird es auf den ersten Blick verwundern, dass die gesamte erste Etappe nicht über den gelb markierten Pilgerweg führt. Will man aber an einem Tag bis nach Zamora gelangen, so ist der Einsatz des Rades notwendig. Der eigentliche Pilgerweg ist als Radstrecke nicht befahrbar, ferner ist unsere westliche Route über die hügeligen Ausläufer landschaftlich wesentlich attraktiver. Castellanos de Villiquiera ist eine typische Mischsiedlung aus kleinen alten Häusern, vereinzelten Neubauten und einem riesigen, das Kirchlein überragenden Wasserturm. Wasser ist in dieser Region eines der kostbarsten Güter und ein weithin sichtbares Zeichen von Arbeit und Brot. Am Ortsrand weist die Markierung nach rechts und hoch gen Norden, doch bleiben wir geradeaus, um über einen Feldweg nach Forfoleda und später auf die Radstrecke nach Zamora zu gelangen.

Möglicherweise wird am letzten Haus jemand versuchen, Sie auf den gelb markierten Weg zu schicken, man ist um die wenigen vorbeiziehenden Wanderer besorgt und über jedes Gespräch erfreut.
Weit gehen die Blicke gen Westen bis an die Bergketten, die sich schon auf portugiesischem Boden befinden. Nach links schaut man bis zu den Höhen der Sierra de Gredos südlich von Salamanca zurück, man erinnert sich an die abfallenden Landschaften mit ihren Ausblicken auf die tiefer liegende Stadt. Es war die Schlussetappe des ersten Reiseteils. Eine verträumte Rückschau führt auf dem nicht markierten Weg schnell in die Irre, so gilt es, die angegebene Kreuzung wahrzunehmen und den nachfolgenden Abzweig nicht zu übersehen.

Diese Landschaften mit tiefen Horizonten sind Inspiration und geben Kraft, die weiten Wege nach Santiago zu bewältigen. Zwischen Getreidefeldern umfängt einen dann die gewohnte Stille der Natur, nur unterbrochen von den Vögeln in den Lüften, dem Knirschen des Belags unter den Sohlen und dem Trommeln des Windes in den Ohren. Die schnurgeraden Wege sind angenehm zu gehen und werden durch das Betrachten der fernen Gegenden nie langweilig. Erste zaghafte Versuche von kleinen Weinkulturen deuten bereits auf die nachfolgenden Landschaften hin, die in der Karte als Tierra del Vino bezeichnet sind. Die leichten Wellen des Weges mit seinem festgefahrenen Kies sind so recht geeignet für das Einlaufen. Rechts ist hin und wieder noch der Verkehr auf der kaum mehr benutzten N 630 zu erkennen, wovon man sich zunehmend entfernt. Nach gut einer Wanderstunde hat man den Ortsrand von Forfoleda erreicht, ab hier geht es mit den Rädern weiter.

 Auf neuem Straßenbelag gelangt man durch ein Flusstal nach Torresmenudas, schaut sich dort das hübsche Portal der kleinen Kirche an und freut sich an der freundlichen Atmosphäre dieses abseits liegenden Ortes.
Die ansteigenden Wege passieren einige Gehöfte und Schweinezuchten, die wohlriechenden Düfte der flächendeckenden Zistrosensträucher wetteifern mit ihren Gerüchen. Es sind die klebrig glänzenden Blätter, nicht die weißen Blüten des zeitigen Frühjahrs, die mit ihren ätherischen Ölen der Luft ein unverwechselbares Aroma geben. Encinas (Steineichen) zieren und prägen die wellige Landschaft, die wenigen Dörfer geben Einblicke in ein archaisch gebliebenes Gebiet.  Schaf- und Rinderherden weiden zwischen kleinen Tümpeln, umgeben von blühendem Ginster. Weite Blicke über ruhige Landschaftsbilder und ferne Bergketten lassen manch mühsamen Anstieg auf der Straße vergessen.

Mit dem Erreichen der Anhöhe hat man auch die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht. Knorrige, uralte Korkeichen und wilder Lavendel säumen die ruhige Fahrstraße, auf der es nun meist abfallend bis in das Flusstal des Duero führt. Ein gefälliges Picknickplätzchen bietet sich kurz nach Verlassen der Anhöhe, im Schutz rauschender Kiefernbäume können Sie rasten und Ihre Verpflegung zu sich nehmen. Satte Weideflächen werden durch mühsam errichtete Natursteinmauern begrenzt, sie gliedern die Weite der Landschaft in interessanter grafischer Weise.
In Peñausende erwarten uns oberhalb des Ortes die Reste einer Festung. In der Bar trifft man um diese Zeit meist die Männer beim Kartenspiel.
Die Abfahrt findet ihr Ende vor den Toren von Zamora bei der Einmündung auf die N 630. Besonders Eifrige unter Ihnen werden die restliche Strecke bis zum Hotel auf einfachen Wegen zurücklegen (+3,5 km).

Zamora bietet einen interessanten und teilweise autofreien Altstadtbereich. Kleine Parks, Aussichtsplätze und stille Gassen zeigen sich im gelben Licht der Nachtbeleuchtung besonders attraktiv. Interessant ist in jedem Fall ein Besuch der Kathedrale (bis 20 Uhr) und des benachbarten Kastells (bis 22 Uhr). Ihr Heimweg führt Sie über die Pilgerbrücke auf die andere Seite des Flusses zurück, von wo aus Sie sich an Nachtigallen, lärmenden Fröschen und dem Anblick der angestrahlten Stadt am Duero erfreuen können.
 

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Tag 3
Von Zamora nach Granja de Moreruela
Tag 4
Von Granja d. M. nach Camarzana de Tera
Tag 5
Von Camarzana d. T. nach Mombuey
Tag 6
Von Mombuey nach Puebla de Sanabria
Tag 7
Von Puebla de Sanabria nach A Gudiña
Tag 8
Von A Gudiña nach Laza
Tag 9
Von Laza nach Los Milagros
Tag 10
Von Los Milagros nach Ourense
Tag 11
Von Ourense zum Kloster Oseira
Tag 12
Vom Kloster Oseira nach Silleda
Tag 13
Von Silleda nach Santiago de Compostela
Tag 14
Von Santiago nach Aguapesada
Tag 15
Von Aguapesada nach Dumbria
Tag 16
Von Dumbria über Muxia nach Lires
Tag 17
Von Lires nach Fisterra
Tag 18
Abreise nach Deutschland



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