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Camino Francés
Spanischer Jakobsweg von St. Jean nach Santiago
 
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  Camino Francés: Allgemeine Hinweise
 
 
 
  Vom Wandern und Fahren
Da der eigentliche Reiz des Camino in seinen meist ruhigen, beschaulichen, aber auch unwegsamen Wegstrecken liegt, war und ist er an sich den Fußpilgern vorbehalten. Radpilger müssen leider häufig bei schwierigen Abschnitten, die beispielsweise steil oder morastig sein können, auf die reizlosen und gefährlichen Landstraßen ausweichen. Da das Konzept dieser Kombi-Tour aber vorsieht, verkehrsreiche Landstraßen zu meiden und den ruhigen Wegen und Pfaden Vorrang zu geben, werden bei zu anstrengenden Strecken die Räder an das Begleitfahrzeug übergeben, um in Stille und Natur den Weg ungestört fortsetzen zu können.
So wird an den meisten Tagen sowohl gewandert als auch gefahren, doch wird für das Bestaunen der kleinen wie großen Besonderheiten auf dem Wege und in den Städten genügend Zeit bleiben. Zur Bewältigung der Strecken wird von den Teilnehmern ein normales Maß an Fitness und Kondition vorausgesetzt. Häufige Wechsel von Fußmarsch und Radfahrten verhindern einseitige körperliche Belastungen und werden als wohltuend empfunden.

Das eigene Tempo
Da die Reise in Kleingruppen (bis zu 9 Personen) durchgeführt wird, kann genügend tägliche Flexibilität und Individualität in der Streckeneinteilung erreicht und gewährleistet werden. Das bedeutet, dass nicht unbedingt in einer geschlossenen Gruppe gefahren bzw. gelaufen werden muss, sondern man durch zeitlich versetztes Starten sein eigenes Tempo und Ankommen bestimmen und bei Bedarf einfach mal allein unterwegs sein kann.
Auf eine Streckenbegleitung wird angesichts der guten Wegmarkierungen absichtlich verzichtet. Das stete Herlaufen hinter einer Leitperson widerspräche dem besonderen Erlebnischarakter dieser Reise und führte schnell zu ungewünschten Einengungen. Eine tägliche Vorbesprechung und die Mitnahme von speziellen Streckenkarten gewährleisten überdies ein hohes Maß an Sicherheit.
Der Altersdurchschnitt der Reiseteilnehmer liegt zwischen 55 und 65 Jahren, das Programm wurde von Anfang an mit Erfolg auf diese Zielgruppe hin ausgerichtet.
Wichtig für manchen Interessenten unserer Reisen ist die Tatsache, dass es jedem Reiseteilnehmer unterwegs möglich ist, bei Unpässlichkeiten Teilstücke des Programms im Servicefahrzeug zu überbrücken. Dieser psychologische Rückhalt wird vor Ort zwar selten beansprucht, erfreut sich jedoch stets im Vorfeld längerer Etappen oder wettermäßiger Unsicherheiten.

Das eigene Rad
Da man zumeist sein gewohntes Fahrrad liebt und mit diesem vertraut ist, sollten die Reiseteilnehmer zum Vorbereitungstreffen ihre eigenen Räder mitbringen und an die Reisebegleitung übergeben, damit diese später mit dem Rad- und Gepäckanhänger zum Einsatzort auf den Camino gebracht, täglich während der Laufstrecken transportiert und abschließend nach Deutschland zurückgebracht werden (Übergabe nach Absprache).
Die Vielfalt an Modellen und Ausstattungen ist mittlerweile ausgesprochen groß. Empfohlen wird ein technisch einwandfreies, nicht zu schweres Tourenrad, eine Schaltung mit mindestens 7 Gängen (und mehr) sowie tadellose Bremsen (lange Abfahrten!). Für schlechtes Wetter sind Schutzbleche und abwaschbare Sattel notwendig. Die Auswahl der Radstrecken ist auf normale Tourenräder zugeschnitten. Mountainbikes erweisen sich in seltenen Fällen als vorteilhaft. Rennräder sind auf dem Camino unpraktisch.
Übertrieben breite Geländereifen und überdimensional eigenwillige Rahmengrößen bereiten häufig Schwierigkeiten bei der Verladung, weshalb möglichst davon abgesehen werden sollte. Sonst bitte vorher anmelden!
Technische Mindestkenntnisse wie Luftpumpen, Ketteauflegen, vielleicht auch Plattenflicken sollten vorausgesetzt werden, größere Probleme lassen sich inzwischen in allen Ortschaften durch Fahrradläden beheben.

Das Klima
Unsere Touren werden meist in den Monaten Mai, Juni oder September durchgeführt. Die Mai/Juni-Reisenden kommen in den Genuss einer farbenfrohen Vegetation, müssen jedoch auch mit den Launen wechselhaften Wetters rechnen. Dies besonders in den Höhenbereichen von Pyrenäen und der galicischen Berge. Dagegen sind die Temperaturen in der Regel als angenehm zu bezeichnen.
Reisende der Spätsommertour sollten wissen, dass der Camino sowohl nahe des Atlantiks als auch in angenehmen Höhen zwischen 500m und 800 m mit Pässen zwischen 1000 m und 1500 m verläuft, was Teilen des Landes zur Bezeichnung 'Grünes Spanien' verholfen hat. Auf den Strecken der spanischen Hochebene (Meseta) können in den Mittagsstunden die Temperaturen gelegentlich recht hoch ausfallen. Jedoch wird der größte Teil des Meseta-Weges per Rad zurückgelegt und bei Hitze das Gebot einer mittäglichen Siesta befolgt.
Generell lässt sich sagen, dass Temperaturen und Klima der Reisekonzeption sehr entgegenkommen.

Die Verpflegung
So oft es die Wetterverhältnisse und Örtlichkeiten zulassen, werden die Frühstücke auf den mitgeführten Tischen und Sitzgelegenheiten im Freien eingenommen. Angeboten werden landestypische Ernährung und mitgebrachte Zutaten wie Vollkornbrot, Müsli usw. Diese Mahlzeiten, die auch teilweise als Brunch angeboten werden, sind meist kräftig und opulent, so dass sie über Stunden hinweg als sättigend gelten.
Teilweise erfolgt die Mittagsverpflegung in Form eines Picknicks. Die Kosten der frisch und preiswert auf den Märkten eingekauften Lebensmittel werden umgelegt. Streckenproviant lässt sich überall unterwegs besorgen, Bars bieten Bocadillos (belegte Weißbrotstangen) an. Jedem Teilnehmer steht es frei, sich selbst zu versorgen.
Die Speisesäle der Lokale öffnen abends erst spät gegen 20.45 Uhr. Wer der verführerischen Küche nicht widerstehen kann, sollte wissen, dass wegen des nahen Meeres leicht verdauliche Fischgerichte angeboten werden. Manchem mag am Abend eine landestypische Gemüsesuppe, ein immer frischer Salat oder die überall leckere Tortilla (spanisches Kartoffelomelette) genügen. Dennoch sei schon hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es auch an den Abenden keine Gruppenzwänge gibt und man die Form des Abendessens selber wählen kann. Restaurantempfehlungen hält die Reiseleitung für die Abende bereit.
Ein besonderes Interesse wird den unterschiedlichen Weinen gelten, vom gehaltvollen Navarra und Rioja über den weniger bekannten Tinto des Bierzo bis hin zum leichten Ribeiro Galiciens.

Das Übernachten
Eine ursprüngliche Konzeption dieser Reisen sah vor, die Nächte in so genannten Refugios zu verbringen. Diese einfachen Herbergen versprechen erlebnisreiche Erfahrungen in teilweise originellen Quartieren, zumindest aber interessante Begegnungen.
Bei aller Freude am Ungewöhnlichen ergab sich aber auch, dass bei Regen und Kälte (in den Höhen keine Seltenheit) die klammen und ungeheizten Kloster- und Kirchengemäuer der Gesundheit und dem Wohlbefinden eher schadeten. Unruhig verbrachte Nächte in Mehrbettsälen und Stockbetten wurden von einigen Personen als lästig empfunden.
Zudem entstehen durch steigende Pilgerzahlen und den anhaltenden Trend zum Fahrrad zunehmende Engpässe in den Herbergen, wenn den Fußpilgern ohne Fremdhilfe dort verständlicherweise Vorrang gegeben wird.
Um dem notwendigen Ruhebedürfnis zu entsprechen, werden die Teilnehmer in ruhig und zentral gelegenen guten Hotels (mit Bad und WC) untergebracht.
Trotzdem wird empfohlen, sich in den verschiedenen Pilgerquartieren umzusehen und andere Weggefährten zu besuchen.

Diverses
Als Reisebegleitung steht den Teilnehmern ein Fachmann zur Seite (Jahrgang 1948, Geografie- und Spanisch-Studium) der selbst mehrmals den Camino gegangen und mit dem Fahrrad gefahren ist. Er weiß als Spanienkenner Rat bei alltäglichen Situationen und ist meist mit dem Begleitfahrzeug in hilfreicher Nähe.
Der 9-Sitzer-Bus kann auf Wunsch jederzeit Reiseteilnehmer bei Unpässlichkeiten aufnehmen.
Für die Reiseteilnehmer steht ein kombinierter Rad- und Gepäckanhänger zur Verfügung. Jedem wird für die Reise ein separates Gepäckfach der Größe 69 x 52 x 50 cm zugeteilt. Mittels eines ausgegebenen Schlüssels hat jeder Reiseteilnehmer so freien Zugang zu seinem abschließbaren Gepäckfach.
Um sich bereits vor der Reise kennen zu lernen und detaillierte Fragen zu erörtern, findet eine Woche vor der Abfahrt im Marburger Raum ein Vorbereitungstreffen mit der Reiseleitung statt. Hierbei können Rad und Gepäck vorab übergeben werden, um die Anreise unbeschwert mit dem Verkehrsmittel eigener Wahl anzutreten. Wenn eine Teilnahme an diesem Treffen aus Gründen übermäßiger Entfernung nicht möglich sein sollte, können Rad und Gepäck per Hermes-Spedition angeliefert werden.
Die schon vor der Reise in Deutschland ausgestellten Pilgerausweise verleiten zu manch lustiger Sammelleidenschaft, wenn es darum geht, die einzelnen Stationen des Weges mit Stempeln der Pilgerherbergen zu dokumentieren. Unterschiedlich und mehr oder weniger originell sind sie unvergessliche persönliche Erinnerung, zumindest aber Beleg und Grundlage für die Erlangung der offiziellen Pilgerurkunde (Compostela) in Santiago.
Zur Orientierung werden mit Zeit-/km-Angaben versehene detaillierte Streckenkarten ausgegeben.
Für die Besichtigung von León steht ein diplomierter Fremdenführer zur Verfügung.
An- und Abreise mit Fernreisezügen oder mit dem Flugzeug (z.B. ab Frankfurt-Hahn mit www.ryanair.com direkt nach Biarritz; oder nach Bilbao direkt mit www.TUIfly.com, Lufthansa oder Iberia / zurück ab Santiago direkt mit www.ryanair.com oder mit Airberlin über Mallorca). Frühes Buchen sichert günstige Flugpreise!
Pkw- An- und Abreise mit Abstellmöglichkeit in St. Jean ist möglich.



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