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Camino Francés
Spanischer Jakobsweg von St. Jean nach Santiago
 
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Camino Francés: detaillierte Beschreibung
Impressionen
 
 
  Von O Cebreiro nach Portomarin (2.500 E/450 m)
24 km/W + 33 km/R = 57 km

Mit dem Erreichen von Cebreiro haben Sie laut Pilgerstein noch eine Strecke von 151 km durch Galicien vor sich.
Mit 57 km ist die heutige Etappe eine der längsten, jedoch sind ein Drittel davon Talabfahrten. Für Sie heißt das am Morgen, noch zwei Steigungen zu bewältigen, um dann ab der Höhe Alto de Poio (1337 m) müheloses über 15 km hinunter nach Triacastela (671 m) abzuradeln.
Kühl kann es unterwegs werden, wenn das Tal noch im Frühnebel liegt, und so wird Ihnen der Kaffee in der kleinen Bar unten gut tun.

Gestärkt verlassen Sie nun zu Fuß die Ortschaft in eine urwüchsig und reizvoll werdende Landschaft der Felder und Eichenwälder. Düfte wilder Minze begleiten Sie, vielleicht ist es gerade die Zeit der Brombeerreife. Der Weg führt Sie über kleine Anhöhen und Dörfer. Schieferdächer spiegeln die Sonne, und die zahlreichen Horreos - auf Säulen stehende Maisspeicher – prägen das Landschaftsbild. Senkrecht aufgestellte Schieferplatten begrenzen die Felder und Gärten. Man sieht Quellen und Bäche, die die Wege zeitweise unter Wasser setzen, Hohlwege mit steinigen Pfaden, auf denen die Wagenspuren vergangener Jahrhunderte erkennbar sind. Moose und Farne wachsen in Schattenbereichen auf Mauern und Felsen, sie begleiten den Wanderer auf seinen Wegen durch die einzigartige Naturlandschaft. Man ist unterwegs durch das Grüne Spanien, hier sind hohe Luftfeuchtigkeit und zahlreiche Niederschläge keine Ausnahme, wohl aber die Garanten für Fruchtbarkeit und üppige Vegetation.
Schäfer verlassen mit ihrer kleinen Herde gerne die Weidestelle zu einem Schwatz am Wegesrand. Häufig sind es die gleichen Fragen, die sie interessieren: Nach Santiago? Wo kommt man her und geht es gut? Und wie ist denn so das Leben in Deutschland? – Für manchen hat sich die eigene Heimat schon sehr weit entfernt, so schaut man verwirrt und hilflos in lustig blinzelnde Augen und findet keine rechte Antwort...
Aufgehoben in einer gefälligen Umgebung registriert man irgendwann nicht mehr die winzigen, namenlosen Ortschaften, die Hügel und Senken, Wälder oder Wiesen, man verwächst darin und ist dann plötzlich unerwartet am Ziel.
So werden Sie nach zwei Stunden in Furélas wieder auf Ihre Räder treffen und damit über die ruhigen Dorfverbindungswege hinunter nach Sarría fahren, wo eine Reihe guter Restaurants Sie zur Mittagsrast empfängt.

Das Begleitfahrzeug bringt Sie in 10 Minuten über ein unangenehmes Steigungsstück zum Startpunkt Ihrer Nachmittagsstrecke. Es ist die Zeit, wo auch die Bauern auf den Höfen und Feldern langsam ihre Arbeit wieder aufnehmen. Eine gute Zeit für Sie und die letzten 15 Km Naturerlebnis des Tages.

Wenn Sie in der Ferne die weißen Häuser von Portomarin erkennen und den spiegelnden Stausee mit den Hügelketten im Westen betrachten, dann ahnen Sie, dass es nun nicht mehr weit bis Santiago ist. Eine Tatsache, die sicher unterschiedlich empfunden wird.
Wer später vor San Nicolás am Mauergestein empor sieht, bestaunt sicher die gerade noch erkennbaren Hinweise auf den genialen Einfall eines Ab- und Wiederaufbaus in den 60er Jahren, der diese mächtige Kirche aus dem 13. Jahrhundert vor dem Verlust im aufgestauten Miño bewahrte. So wurden Tausende von Steinen durchnumeriert, abgetragen und an einer 50 Meter höher gelegenen Stelle zum zweiten Mal errichtet. Um sie herum entstand ein weiträumig und sympathisch angelegtes Städtchen mit Arkadengängen und Plätzen. Manchmal, bei Niedrigwasser, gewährt der Stausee noch Einblicke in vergangene und versunkene Zeiten.

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Tag 17
Von Portomarin nach Arzúa
Tag 18
Von Arzúa nach Santiago de Compostela
Tag 19
Ruhetag in Santiago de Compostela
Tag 20
Abfahrt von Santiago




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