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Camino Francés
Spanischer Jakobsweg von St. Jean nach Santiago
 
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Camino Francés: detaillierte Beschreibung
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  Von Léon nach Rabanal del Camino (1.160 m)
12 km/W + 24 km/R = 36 km

Um der viel befahrenen N 120 in Richtung Astorga auszuweichen, müsste man bis Hospital de Orbigo einen weiten Bogen südlich schlagen. Da es aber keine bessere Alternative aus León heraus gibt, haben Sie die Möglichkeit, diese bei allen Pilgern als problematisch angesehene Strecke über gut 34 Kilometer im Begleitfahrzeug zurückzulegen.
Eine 18-bögige Brücke aus dem 13. Jahrhundert, zum Nationaldenkmal erklärt, erwartet Sie in der Ortschaft Hospital de Orbigo. Für die Überquerung des Rio Orbigo würden inzwischen drei Bögen genügen, zu viel Wasser wird ihm auf seinem Weg aus den nördlichen Bergen für die Landwirtschaft entzogen. Diese Brücke überquert man nicht, man durchläuft sie, eingebettet in altes massiv gemauertes Geländer über geschichtsträchtigem Gestein. Wir werden hier gemeinsam im Freien unser Frühstück einnehmen.

Ruhig wird es für Sie als Wanderer hinter der Ortschaft, wenn für etwa zwei Stunden der abwechslungsreiche Weg bis San Justo de la Vega unter die Füße genommen wird. Hügel und Wälder zeigen das Ende der Meseta an. Schließlich erreichen Sie eine Hochfläche, stehen plötzlich an einem Granitkreuz, schauen auf die bis in das späte Frühjahr schneebedeckten Bergketten im Westen und sehen im Tal die Dächer von Astorga. Unten an der alten Landstraße übernehmen Sie wieder Ihre Räder, mit denen Sie die 4 km über San Justo nach Astorga zurücklegen.

Astorga, mit wuchtigen Mauern befestigt, war lange Zeit Rast- und Sammelpunkt der Pilger, um Kräfte zu schöpfen, Krankheiten zu kurieren oder die Ausrüstung instand zu setzen, bevor sie die Besteigung der nahen Montes de León wagen konnten. Erhalten geblieben und sehenswert sind die im Jahr 1471 nach dem Vorbild Leóns erbaute Kathedrale, ein von Gaudí konstruierter Bischofspalast - Sie sahen ein Bauwerk von ihm bereits in León - und Teile der römischen Stadtmauer.
Mit dem Rad verlassen Sie zunächst die Stadt über ein schmales Sträßchen in Richtung auf die Berge zu und schauen in das idyllische und mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Dorf Castrillo de los Polvazares. Dort haben Sie zur Mittagszeit Gelegenheit, auf einem idyllisch gelegenen Picknickplatz das schon in San Justo Eingekaufte zu verzehren.
Später kommen Sie zu Fuß oder mit dem Rad durch ärmliche Siedlungen langsam höher in die Berge und werden am späten Nachmittag das Dorf Rabanal erreichen.

In dieser Einsamkeit wurde dank englischer Pilgerfreunde 1991 ein altes Haus gegenüber der kleinen Kirche zu einem stimmungsvollen und vorbildlichen Refugio ausgebaut, mit gemütlichem Kaminzimmer, Bibliothek und einer Küche, in der der englische Herbergsvater jeden Morgen seine Gäste vor Sonnenaufgang zum Frühstück lädt.
Sie beziehen Ihr Quartier in dem zum Heiligen Jahr 2010 renovierten Hostal neben der kleinen Kirche. Es war ursprünglich die erste Pilgerherberge des Ortes. Abends trifft man vielleicht noch in der alten Schankstube unter rußge-schwärzten Deckenbalken manchen Pilgerfreund wieder. Mancher wird sich draußen lieber an der Stille der Berge und einem klaren, beeindruckenden Sternenhimmel erfreuen. Kühl kann es hier oben werden, und in die würzige, klare Luft mischt sich ein Hauch von Holzfeuer und Herbst.

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Tag 14
Von Rabanal nach Villafranca del Bierzo
Tag 15
Von Villafranca nach O Cebreiro
Tag 16
Von O Cebreiro nach Portomarin
Tag 17
Von Portomarin nach Arzúa
Tag 18
Von Arzúa nach Santiago de Compostela
Tag 19
Ruhetag in Santiago de Compostela
Tag 20
Abfahrt von Santiago




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